Geologen kritisieren deutsche Studien zu Hydraulic Fracturing

18.04.2013

Allgemein

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und die Staatlichen Geologischen Dienste der Bundesländer (SGD) haben eine gemeinsame Stellungnahme zu den 2012 erschienenen deutschen Studien zu Hydraulic Fracturing veröffentlicht, wobei sich auf geologische Fragestellungen, die also den Kompetenzbereich der Behörden abdecken, beschränkt wird. Teiweise fiel die Kritik harsch aus.

So ist bereits in der Zusammenfassung zu lesen, dass BGR und SGD, die die Stellungnahme im Auftrag des Bund/Länder-Ausschusses Bodenforschung verfasst haben, in allen drei Studien “deutliche Schwächen bei der Darstellung und Beurteilung der geowissenschaftlichen Sachverhalte” sehen. Daher könnten die aus den Studien abgeleiteten Gefahren und Risiken sowie Empfehlungen als nur eingeschränkt gerechtfertigt angesehen werden. Dementsprechend können die geowissenschaftlichen Defizite zu einer allgemeinen “Überschätzung der Unsicherheiten in der Beurteilung von geowissenschaftlich begründbaren Gefahren und Risiken der Frac-Technologie führen”.

Die BGR hatte schon vor einiger Zeit die im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) erstellte Studie zu Hydraulic Fracturing in wesentlichen Teilen in einer früheren Stellungnahme scharf kritisiert. Kurz darauf schlossen sich auch die Staatlichen Geologischen Dienste der Bundesländer (SGD) dieser Kritik an. Letztere beurteilten auch entsprechende Studien im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) sowie im Auftrag von ExxonMobil. Lediglich die Ergebnisse letzterer wurden als nicht unplausibel angesehen.

Text verändert nach: Website "Erdöl und Erdgas in Deutschland". Eine ausführliche Zusammenfassung der Kritik finden Sie hier.



Dieses Werk bzw. Inhalt steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Nicht-kommerziell 3.0 Unported Lizenz
English
German
Polish

News

Geologen kritisieren deutsche Studien zu Hydraulic Fracturing